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Materialkunde · Der Vergleich

Die drei Koppel im Vergleich

Klassiker, Vollrindleder oder Erbstück? Eines haben alle drei gemeinsam – und das unterscheidet sie von fast allen anderen.

Alle drei: genähte Lasche – keine Nieten200000: spanisches Rindspaltleder210000: Vollrindleder, 3–4 mmErbstück: Vollrindleder, 5–6 mm, aus einem Stück

Die Gemeinsamkeit: genäht, nicht genietet

Die Grundlage aller drei EIKO-Koppel ist dieselbe – und sie ist fast einzigartig: Unsere Koppel werden genäht. Die Lasche hält, egal wie sie belastet wird. Die meisten anderen Hersteller setzen an dieser Stelle Nieten. Eine Naht arbeitet mit dem Leder statt gegen es – und genau deshalb halten unsere Koppel so lange, wie sie halten.

Der Klassiker: Koppel 200000

Unser Klassiker besteht aus sehr festem spanischem Rindspaltleder. Ein ehrlicher, stabiler Koppel, der lange hält – das bewährte Einsteigermodell für den Arbeitsalltag.

Für den höheren Anspruch: Koppel 210000

Wer mehr möchte, dem empfehlen wir den Koppel 210000 aus Vollrindleder. Die abgerundeten, in Handarbeit gefärbten Kanten fühlen sich einfach besser an, und das Leder ist insgesamt etwas weicher – hält dafür aber erheblich länger. Wer dieses Leder pflegt, hat einen Koppel, der gut und gerne ein halbes Leben lang hält.

Das Erbstück – für die, die es sich verdient haben

Und dann ist da noch das Erbstück. Wer als Lehrling im Ferrari zur Arbeit vorfährt, wirft Fragen auf – ähnlich verhält es sich mit diesem Koppel. Dabei ist gegen gute Kleidung für Lehrlinge überhaupt nichts einzuwenden; viele Betriebe statten ihren Nachwuchs bewusst hochwertig aus. Aber das Erbstück ist etwas Besonderes: aus 5–6 mm starkem Vollrindleder aus einem Stück gefertigt, in unseren Augen für Menschen, die es sich verdient haben.

Aus einem Stück heißt hier wörtlich: Die Verstelllasche wird nicht angesetzt, sondern mit einer Leder-Spaltmaschine aus dem Koppel selbst aufgespalten. Dafür haben wir eine Maschine eigens modifiziert – selbst der Werkskundendienst des Herstellers wollte nicht glauben, dass wir das hinbekommen. Wie genau, bleibt Betriebsgeheimnis. Auf eine Zierprägung verzichtet das Erbstück übrigens bewusst – es steht für sich.

Wer es zur Meisterprüfung, als Altgeselle nach vielen Jahren im Handwerk oder zu einem anderen besonderen Ereignis geschenkt bekommt, hält etwas in den Händen, das seinem Namen alle Ehre macht – ein Stück, das weitergegeben werden kann.